RAW entwickeln mit Adobe Lightroom - WebSite von Werner Schön

Animated textheadlineswords

Direkt zum Seiteninhalt

RAW entwickeln mit Adobe Lightroom

Software
Seit vielen Jahren ist Lightroom das Standardprogramm in dieser Sparte. Hochwertige Funktionen und vergleichsweise einfache, geradlinige Bedienung zeichnen Adobe's RAW-Entwickler aus. Die Programmoberfläche wirkt trotz immensem Funktionsumfang weder überladen noch kompliziert.

Nach Angabe der relevanten Ordner und Verzeichnisse werden Bilder in die Bibliothek importiert. Zu diesem Zweck verwendet das Programm sogenannte Kataloge, die themenorientiert arbeiten und Verweise auf Bilddateien in beliebiger Reihenfolge aufnehmen können. Die Informationen werden in einer Datenbank gespeichert die, wie alle Datenbanken, regelmäßig gepflegt und gesichert werden muß. Einträge für bestimmte Bilder können auch dupliziert werden, um etwa alternativ ein quadratisches Seitenverhältnis oder eine Schwarzweißvariante ein- und derselben Datei aufzunehmen.

Die Bildentwicklung erfolgt im Modus Entwickeln. Zu diesem Zweck muß extra der betreffende Eintrag in der speziellen Menüzeile gewählt werden. Die Entwicklung der RAW-Dateien erfolgt durch verschiedene Schieberegler und Kontrollelemente am rechten Fensterrand. Dabei sollte, wie übrigens auch bei allen anderen RAW-Entwicklern, stets das Histogramm im Auge behalten werden. Über- und Unterentwicklungen, sowie Tonwertabrisse können dadurch vermieden werden. Zu diesem Zweck gibt es auch eine Über- und Unterbelichtungswarnung, welche die sensiblen Randbereiche der Tonalität wie extreme Lichter und Schatten vor Clipping schützt.

Die essentiellen Funktionen für Tonwerte- und Farbentwicklung sind hochwertig und dem Umfang nach mehr als ausreichend. Durch Einbindung von Photoshop kompatiblen Plugins kann das ohnehin bereits umfangreiche System beliebig erweitert werden. Die eigentliche RAW-Entwicklung erfolgt in einem linearen, sehr weit gefaßten Farbraum, der den umfangreichen Farbinformtationen von RAW-Dateien ausreichenden Spielraum für Veränderungen in der Tonalität und Farbe bietet. Panorama- und HDR-Funktionen gehören zu den Features die erst ab den neueren Versionen von Lightroom verfügbar sind.

Nach der Entwicklung stehen umfangreiche Exportmöglichkeiten zur Verfügung. Neben dem einfachen Druck auf dem heimischen Fotodrucker und dem Export in eine Diashow kann auch in eine Webgallerie oder als Fotobuch exportiert werden. Selbstverständlich sind die dabei verfügbaren Optionen nicht ganz so umfangreich wie bei den für diese Sparte spezialisierten Programmen. Wer lieber mit den speziellen Programmen der Fotobuchhersteller arbeiten möchte wird also vorerst nur auf Dateiexporte setzen. Dabei sollte besonders auf das Dateiformat geachtet werden. Höhere Farbauflösungen in 12-14 Bit per Pixel verlangen nach den Formaten TIFF, PNG oder Photoshop (16BPP).

Bedauerlicherweise ist auch Lightroom inzwischen nur mehr als Abbonement zu haben. Verschiedentlich haben Händler noch Restbestände der Version 6.X auf Lager - allerdings muß dann auf die Entwicklung der Dateien neuester Kameramodelle verzichtet werden !
Hinweis: Der gesamte Text wiederspiegelt die persönliche Meinung des Autors wieder.
Für die Richtigkeit der an dieser Stelle getroffenen Aussagen und Angaben wird keine Gewähr und Haftung übernommen!
(c) 2019 by Werner Schön, Dornbirn, Austria
Zurück zum Seiteninhalt