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RAW entwickeln mit Corel Aftershot

Software
Die Basisversion von Aftershot ist als Gratiszugabe der Ultimate - Versionen von PaintShop Pro erhältlich. Für einen vergleichsweise geringen Aufpreis kann ein Upgrade auf die Pro Version erworben werden. Aftershot zeigt vorerst nicht alle verfügbaren Kameramodelle an. Mit Hilfe der Karteikarte "Weitere Werkzeuge" werden eine ganze Reihe zusätzlicher Profile für gängige Kameras gratis nachgeladen. Wie bei DxO Photo Lab können RAW-Dateien direkt durch Klick auf Einträge im Verzeichnisbaum angezeigt und entwickelt werden, was oftmals vorteilhaft ist. Das Programm arbeitet ausgesprochen flink und glänzt mit seiner hervorragenden Entwicklungsgeschwindigkeit.

Bei den Werkzeugen verhält es sich ähnlich wie bei den Kameramodellen: nicht alle Tools sind standardmäßig eingebunden. Sie werden, je nach den individuellen Ansprüchen, als Plugin vom Internet nachgeladen. Zu beachten ist allerdings, daß nicht alle Werkzeuge und Filter gratis sind! Der Umfang der Pro Version ist größer und mit dem Funktionsumfang anderer Hersteller vergleichbar. Da die Basisversion kein Histogramm zeigt ist ein Upgrade schon aus diesem Grund unbedingt zu empfehlen!

Die Benutzeroberfläche ist weitgehend fix vorgegeben und kann, bis auf die hauseigenen Plugins, nur eingeschränkt an persönliche Bedürfnisse angepaßt werden. Zumindest aber die Paletten kann man fixieren und wahlweise ein- bzw. ausblenden. Die zur Verfügung stehenden Werkzeuge machen einen sehr professionellen Eindruck und bieten z.T. Funktionen, die man bei anderen Herstellern nicht findet. Mit "Perfectly Clear" steht z.B. ein sehr gutes Autokorrektur-Werkzeug zur Verfügung, das Anfängern zu automatischen Grundkorrekturen und Profis zu rasch verfügbaren Bildprototypen verhilft.

Als Besonderheit kann eine Lupe aktiviert werden, die bestimmte Bildbereiche, unabhängig von der aktuellen Darstellung, 1:1 zeigen kann. Um das Histogramm auch bei Palettenwechsel konstant oben rechts anzuzeigen sollte es mit Hilfe des Pin-Symbols der Palette fixiert werden. Ansonsten kann die Auswirkung der Veränderung durch Regler auf das Histogramm größtenteils nicht beobachtet werden!   

Vor einem Kauf sollte man sich unbedingt überzeugen, daß für die persönlich verwendeten Kameras und Objektive Korrekturprofile verfügbar sind; ausgenommen man möchte manuell korrigieren. Die Korrekturprofile sind vor allem bei Weitwinkelobjektiven oder -zooms von Bedeutung, weil sonst, je nach Brennweite und Objektiv, starke Verzerrungen und Vignettierungen auftreten.

Die Originalobjektive verschiedener Hersteller (z.B. Olympus, Panasonic) werden seit neuestem allerdings bereits automatisch durch die Kamerafirmware korrigiert und optimiert, sodaß weitere Korrekturen durch den Rawkonverter entfallen können und weitere Anpassungen überflüssig sind. Auch für die Freunde von Altglas gibt es Plugins für Sony Kameras, die den Korrekturjob bereits vor der Rawentwicklung erledigen.

Zur Not gibt es auch Anleitungen im Internet wo die Überführung von Daten aus der Lensfun Bibliothek in eigene Profile für Aftershot gezeigt wird. Dieser Weg ist aber eher steinig und zeitaufwändig !

Bemerkenswert ist die Tatsache, daß auch eine Version von Aftershot für Linux erhältlich ist.
Hinweis: Der gesamte Text wiederspiegelt die persönliche Meinung des Autors wieder.
Für die Richtigkeit der an dieser Stelle getroffenen Aussagen und Angaben wird keine Gewähr und Haftung übernommen!
(c) 2019 by Werner Schön, Dornbirn, Austria
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