Mini NAS auf Fritzbox einrichten - WebSite von Werner Schön

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Mini NAS auf Fritzbox einrichten

Praxis
fritznas
Lösungen für die private Cloud von Fotografen gibt es viele. Windows etwa stellt standardmäßig Speicherplatz in Form von OneDrive zur Verfügung. Wer seine Bilddateien lieber zuhause auf einem Server haben möchte kann sich um ein NAS umsehen, wo ein kleines Cloudsystem installiert wird. Fritzbox-Benutzer die kein eigenes NAS kaufen möchten und mit Grundfunktionen zufrieden sind können ganz einfach ein Laufwerk an ihren Router anschließen und die NAS-Funktionen der Fritzbox freischalten !
Die Dateien kann man sowohl im eigenen LAN, als auch für den Zugriff übers Internet bereitstellen.
Grundlage für das Mini-NAS ist ein zusätzlicher externer Datenträger in Form eines Sticks, einer Festplatte oder - noch besser - einer SSD, die optimale Zugriffszeiten ermöglicht. Der Datenträger wird nach Formatierung in NTFS an einen der USB 3.0 Ports der Box angeschlossen und von dieser automatisch erkannt.

Um das NAS auch aus dem Internet benutzen zu können muß auf der Webseite myfritz.net ein sogenanntes MyFritz!-Konto mit Mailadresse und Passwort angelegt werden. Es werden automatisch Zugriffsadressen für HTTP(S) und FTP(S) erstellt. In Zukunft ist ihre Box unter den angegebenen Adressen erreichbar. Die Angaben werden automatisch auch in ihre Fritzbox eingetragen. Wechselnde Adressen ihrer Box durch Provideraktivitäten werden berücksichtigt und dynamisch angepaßt.

useraccount

Durch den Aufruf von fritz.box im Webbrowser und einloggen mit dem Passwort gelangt man in das Verwaltungssystem der Box. Unter Heimnetz/Speicher(NAS) muß sowohl das Häkchen Speicher (NAS) aktiv, als auch USB-Speicher gesetzt werden. Falls alles in Ordnung ist wird der systemeigene Datei-Index erstellt, was durch den Statustext ist erstellt sichtbar gemacht wird. Für den Zugriff im eigenen Heimnetzwerk wird  Zugriff über ein Netzlaufwerk (SMB) aktiv ausgewählt.

storage

Achtung: auf den Zugriff über FTP(S) sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Dateien, die per FTP, von wo auch immer, auf den Datenträger geladen werden kann das Betriebssystem der Fritzbox nicht verarbeiten. Sie erscheinen daher auch nicht als Dateieinträge bei Zugriffen über das Webinterface oder die App. Falls wie in unserem Screenshot diese Option aktiviert ist, entfernen sie das Häkchen zum Deaktivieren!

Unter System/Fritz!Box-Benutzer müssen nun individuelle Accounts eingerichtet werden. Für jeden Benutzer des NAS wird mit Benutzer hinzufügen ein Anwender eingetragen. Dabei kann auch festgelegt werden, ob eine Zugriffsmöglichkeit über das Internet vorgesehen ist. Die Checkbox Zugang zu NAS-Inhalten muß auf jeden Fall aktiviert werden, um den Zugriff für den jeweiligen Benutzer zu ermöglichen. Der Button Verzeichnis hinzufügen wird erst später benutzt, um dem Benuzer seinen persönlichen Ordner zuzuweisen, sobald die ersten Ordner auf dem neuen Datenträger erstellt sind.

access

Nach Eintrag aller erforderlichen Parmeter wird mit Übernehmen bestätigt und das Benutzerkonto angelegt.

Falls in Zukunft über das Web zugriffen wird darf bei der Passwortlänge nicht gespart werden. Benutzen sie Klein- und Großbuchstaben und Sonderzeichen, um die Kompexität des Passwortes zu steigern.

Es erscheint nun eine editierbare Liste mit den Nutzern der Box, die jederzeit über den Button mit dem Stiftsymbol angepaßt werden kann:

users

Mit Benutzer hinzufügen werden neue Benutzer erstellt, mit den X-Buttons gelöscht.

Die Benutzeroberfläche der Box wird nun auf ein Mehrbenutzersystem umgestellt. In System/Fritz!Box-Benutzer aktivieren sie den obenstehenden Reiter Anmeldung im Heimnetz die Option Anmeldung mit FRITZ!Box-Benutzernamen und Kennwort.

logins

Beachten sie dabei, daß mindestens ein Benutzer mit dem Recht die Einstellungen der Box einzusehen und zu bearbeiten ausgestattet sein muß. Die Optionen dafür finden sie unter den individuellen Benutzerrechten unter System/Fritz!Box-Benutzer . Zur Änderung der Benutzerrechte öffnen sie die Benutzeroptionen mit dem Stiftbutton.

userrights

Die Option sollte übrigens für jeden Benutzer vorläufig aktiviert werden der später mit der Smartphone-App auf das NAS zugreifen möchte, weil sonst die Aktivierung der App scheitern könnte.

Zur optimalen Benutzbarkeit des NAS sollten nun mit Hilfe des Webinterfaces Verzeichnisse auf dem Datenträger angelegt werden. Die Weboberfläche wird durch Eingabe von fritz.nas im Webbrowser ihres PC geöffnet. Nach Eingabe von Benutzernamen und Passwort erscheint das NAS-Webinterface, wo für jeden Benutzer ein Verzeichnis angelegt wird. Legen sie vorerst keine weiteren Ordner an, weil das nach unseren Erfahrungen zu Schwierigkeiten mit den Fritz-Apps, zumindest für Android führt.  In der Benutzerverwaltung kann nun auf die bekannte Art jedem Benutzer sein eigenes Verzeichnis zugewiesen werden. Logt ein Benutzer über das Webinterface ein, wird ihm daraufhin automatisch sein individuelles Verzeichnis zugewiesen.

webbrowser

Die vorletzte Aktion in Sachen NAS-Einrichtung besteht aus der Anbindung der Fritzbox Apps eigener Smartphones an das NAS-System. Installieren sie je nach Smartphonefamilie ihre App für den NAS-Zugriff. Bei Android ist die App MyFRIZ! über den Play Store zu installieren.

Nach der Installation wird die App gestartet. Achten sie aber darauf, daß die Netzwerkfunktion des Smartphones eingeschaltet sein muß! Die App verlangt nach Benutzernamen und Passwort. Verwenden sie die entsprechenden Einträge in ihrer NAS, die sie vorher angelegt haben. Wenn alles gut geht sollten sie jetzt die Arbeitsoberfläche ihrer App sehen.

smartphone
Unter Fritz!NAS sehen sie den für ihren Account vorgesehenen Bereich. Mit dem gelben runden + Button rechts unten werden Ordner angelegt und Bilder auf das NAS hochgeladen. Legen sie jetzt  je einen Ordner für Bilder und einen anderen für Dokumente an. Andere Ordner sollten sich an ihrem Bedarf orientieren.

Die Verwaltung ihres Bildbestandes auf dem NAS kann von nun an auch mit dem Handy erfolgen. Schnappschüsse und andere Aufnahmen können spontan auf das NAS geladen werden.

Vergessen sie nicht abschließend die Rechte der einzelnen Benutzer in den Einstellungen der FritzBox anzupassen und sicherheitshalber keinen Zugang zur Weboberfläche der Box über das Internet zuzulassen.
userreset

Nur ein einziger Benutzer, der gleichzeitig als Administrator fungiert, sollte das Recht dazu haben und konsequenter Weise auf die Benutzung der Verwaltungsoberfläche aus dem Internet verzichten. Allen anderen Benutzern sollte die Verwendung der Funktion Einstellungen der Box einsehen und bearbeiten unter System/Fritz!Box-Benutzer entzogen werden, da sie ja auch aus dem Web heraus aktiv sein könnten. Nur so ist ein optimaler Betrieb der Box aus dem Internet sicher, vorausgesetzt man hat auch sonst alle sicherheitsrelevanten Einstellungen der Box optimiert und benutzt ausreichend komplexe Passwörter.    
Hinweis: Der gesamte Text wiederspiegelt die persönliche Meinung des Autors wieder.
Für die Richtigkeit der an dieser Stelle getroffenen Aussagen und Angaben wird keine Gewähr und Haftung übernommen!
(c) 2019 by Werner Schön, Dornbirn, Austria
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