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RAW entwickeln mit Raw Thearapie

Software
Wie Darktable ist auch RawTherapee bereits ein Klassiker unter den OpenSource Rawkonvertern. Funktionsrahmen und Einstellmöglichkeiten sind sehr umfangreich und machmal auch etwas verwirrend. So kann beispielsweise auch der intern wirksame Arbeitsfarbraum des Programms ausgwählt werden. Gewöhnungsbedürtig sind auch die standardmäßig längsseitig angeordneten Karteikarten für die verschiedenen Funktionsgruppen und -bereiche. Die Darstellung der Programmoberfläche kann aber verändert und weitestgehend an eigene Bedürfnisse angepaßt werden.

Das aktuell wirksame Windows Bildschirmprofil wird von RawTherapee im Unterschied zu Darktable automatisch gefunden und umgehend eingebunden. Die Standardeinstellungen des Programmes sind ab Installation sinnvoll und in den meisten Fällen empfehlenswert. Unerfahrene Benutzer sind gut beraten für den Anfang erst einmal die Standardwerte zu benutzen und nicht mit unbekannten Parametern herumzuexperimentieren.

Für das am Beginn der RAW-Entwicklung stehende Demosaicing des Bayer-Matrixrasters der meisten RAW-Dateien stehen offenbar die meisten zur Zeit bekannten Algorithmen zur Auswahl. OpenSourceprogramme haben dabei einen gewissen Vorteil, weil die meisten Erfinder dieser Kodeteile ihre Werke ebenfalls nur unter OpenSource zur Verfügung stellen. Als beliebtester Algorithmus gilt gemeinhin AMaZE, der zwar zeitaufwändig ist, aber die besten Ergebnisse liefert.

Für wichtige Helligkeits- und Farbjustagen kann oft wahlweise neben RGB und HSV auch im L*a*b Farbsystem gearbeitet werden, was in mancher Hinsicht Vorteile bringen kann. Alle für die Entwicklung wichtigen Regler und Kontrollelemente sind vorhanden. Das standardmäßig angezeigte Histogramm entspricht den üblichen Konventionen, kann aber auf alternative Darstellungen umgeschaltet werden. Neben den RGB Werten ist auch das Luminanzhistogramm sichtbar. Praktisch ist auch der bereits seit den frühen Photoshop Versionen bekannte Navigator zur Manövrierung in vergrößerten Bildbereichen.

Eine ausgesprochene Besonderheit sind die im Abschnitt CIE Color Appearance Model 2002 angebotenen Funktionen zum Anpassen des zu entwickelnden Bildes an verschiedene Umgebungsbeleuchtungen und -bedingungen, was aber nur für wenige Anwender interessant sein dürfte. Überhaupt können bei diesem Programm extrem viele Arbeitsparameter eingestellt und verändert werden, was allerdings auch gewisse Gefahren in sich birgt!  

Zur Weiterverarbeitung der entwickelten RAW's sollte der Export in einem 16 Bit fähigen Dateiformat wie TIFF oder PNG erfolgen. Gleitkomma TIFF's sind nur in Ausnahmefällen sinnvoll, weil viele Programme damit ohnehin nichts anfangen können oder die Dateien falsch interpretieren.

Benutzen sie verlustarme oder noch besser verlustfreie Kompressionsalgorithmen für den Dateiinhalt. Die meisten Bildbearbeitungen können heutzutage mit diesen Dateien umgehen. Das zu verwendende Ausgabeprofil für die Datei kann frei gewählt werden. Allerdings werden hier alle Profile zur Auswahl angeboten, auch die für Monitore und Drucker, was wenig sinnvoll ist.

 
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